Martina Proprenter MA

frei selbst ständig

 

Lokaljournalismus ist toll ... also meist ... nun ja, oft ... ok, nicht immer

Theorie und Praxis liegen selten so derart weit voneinander entfernt, wie im Lokaljournalismus. Wurde im Studium noch Hans Joachim Friedrichs gebetsmühlenartig gepredigt, ist der bierselig anbiedernd knuddelige Habitus vieler "alter Hasen" und "Freien" nicht nur schwer zu ertragen, sondern auf Dauer desillusionierend. Abgesehen von den immer häufiger werdenden "Kooperationen" zwischen Zeitungen, die zwar für diese toll sind, aber für Freie nichts anderes heißen als: Gib mir alle Rechte an deinen Texten und Bildern, ich verscherbel diese weiter und bin so gnädig, dir 20 oder 10 Prozent zusätzlich zu geben (vorausgesetzt ich "vergesse" es nicht und falls doch, hoffe ich, dass du es nicht merkst).


Zur Erinnerung:

"Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache - auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört."


Dennoch - oder gerade deswegen? - sind Termine und zufällige Geschichten über die frau täglich stolpert oder draufgeschubst wird, einfach nur noch schöner, spannender und faszinierender, als die elfenbeinturmlastigen Theorietexte versprachen. 


Meine Highlightliste:

... warum ist da ein Schwanz?

... warum liegt hier Stroh? (Spoiler: Ich war nicht bei einem Pornodreh)

... warum hab ich nur gestern noch "Es" geschaut?

... der nächtliche Anrufer

... der flirtende Lokalpolitiker

... der sexistische Wixxer

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